 |
 |
 |
23/08/2004 |
 |
 |
Neue Datenbank erleichtert das Anzeigengeschäft |
 |
 |
 |
Mit Druckunterlagen-Online (Du.On) baut der Hamburger mediaservice wasmuth die erste zentrale Datenbank für Druckunterlagen deutscher Publikumszeitschriften auf.

Fast fünfhundert Titel seien bis heute erfasst, erläutert Projektleiter Ingo Gerckens. Zwei große Verlage, Gruner + Jahr und Burda weisen in ihren Preislisten auf die Datenquelle hin. Der bisher übliche Informationstransfer vom Verlag zur Media-Agentur und von dort zur Kreativ- und dann zur Produktionsagentur bis hin zum Vorstufendienstleister entfalle, da alle Beteiligten jederzeit auf die gleiche Datenquelle zugreifen könnten.
Dies trifft exakt die Bedürfnisse der Reprostudios, bestätigt der Repro-Profi Ulrich Seyfried von der Hamburger Agentur "EINSATZ Creative Production". Für Seyfried bedeutet eine Datenbank wie Du.On konkret, dass er auch noch arbeiten könne, wenn andere schon Feierabend machen: "Die Vorteile von Druckunterlagen-Online liegen für mich auf der Hand: Kein vergebliches Nachfragen nach ISDN-Nummern bei Druckereien freitags nach 18 Uhr, denn die Daten stehen immer online. Profil-Download zur Datenkonvertierung, Distiller-Voreinstellungen, die eingesehen werden können, ja, selbst Proof-Anpassungen können online bezogen werden. In der Zeit vor Du.On war das nur mit sehr großem Aufwand (oder Beziehungen) möglich." Alle diese Informationen müssen die Hersteller der Vorlagen bisher bei den Verlagen einzeln einsammeln.
Eine zentrale Datenbank ist denn auch aus Sicht des Verlags Gruner + Jahr "der effizienteste Weg, um die Daten für alle Beteiligten verfügbar zu machen, da alle Partner jederzeit auf die gleiche Datenquelle zugreifen", wie Dr. Ekkehard Veser, stellvertretender Fachbereichsleiter Anzeigen im Hamburger Verlagshaus am Baumwall, erklärt. Für die Gruner + Jahr-Titel ist die kontinuierliche Pflege der Daten in Du.On bereits zugesichert. "Wir hoffen, dass auch andere Verlage die Servicefunktion dieses Angebotes für die Agenturen möglichst schnell erkennen und nachziehen." Noch dürfen nicht alle Daten, die mediaservice wasmuth gesammelt hat, im Internet veröffentlicht werden. Manche Verlage wollen die Informationen nur verlagsbezogen veröffentlichen und fordern von den Agenturen eine persönliche Rücksprache. "Das entspricht aber nicht den Wünschen der Profis", sagt Projektleiter Gerckens.
"Man kann den den Kreativagenturen nicht zumuten, mit jedem Verlag eine eigene Regel zu vereinbaren" , bestätigt Henrik Schmidt, jetzt Geschäftsführer der MediaServiceProviding MSP und vorher 16 Jahre Geschäftsführer bei Springer & Jacobi Digital. Die Verlage müssten den Dienstleistern eine einheitliche Arbeitsweise anbieten, empfiehlt der Werbeprofi.
Schmidt bescheinigt der Datenbank Du.On, alle Anforderungen an die Praxis zu erfüllen: * verbindliche Information mit Download von ICC Profilen, die sowohl einen akzeptierten ISO- oder aber auch Praxisstandard zulässt und * zusätzlich bei Bedarf auch auf ein propreitäres Profil der Druckerei hinweist. * eine direkte Verlinkung mit der ECI. (In der European Color Initiative arbeiten Experten von Agenturen und Verlagen zusammen, um Standards zu definieren und einen reibungslosen Workflow zu ermöglichen. Auf die Standards der ECI verlinkt die Datenbank "Du.On" von mediaservice wasmuth.)
Das genügt einigen Vorstufen-Experten nicht wie dem Berliner Markus Hannes von High-Level. Ihm wäre es am liebsten, wenn mediaservice wasmuth alle Unternehmen, die an der Herstellung eines Blattes beteiligt sind, abfragen würde - vom Verlag bis zur Druckerei. Doch da haben seine Partner auf Verlagsseite andere Erfahrungen: "Die Vorlagen-Hersteller erwarten von uns, dass wir einen Standard benennen, der garantiert richtig ist" erläutert die Leiterin der Zentralen Herstellung bei Gruner + Jahr Monika Kenzler. "Wenn wir dann zusätzlich mit vielen anderen Varianten umgehen können, ist das schön für alle, aber eine klare Ansage hilft allen Dienstleistern am besten." Von der Einführung einer zentralen Datenbank verspricht sich Monika Kenzler Kostenersparnisse ähnlich wie die PSR-Standards für den Tiefdruck gebracht haben. "Vor der Einführung des PSR-Standards mussten 90 Prozent aller Druckvorlagen für Anzeigen manuell nachbearbeitet werden. Heute müssen wir oft nur noch 50 Prozent der neu angelieferten Druckunterlagen einer Ausgabe anfassen."
Aus Sicht der Hersteller bedeutet die Datenbank eine enorme Zeitersparnis gegenüber der bisherigen Situation, in der überall einzeln nachgefragt werden musste. Darin sehen auch die Media-Agenturen den entscheidenden Vorteil im Vergleich zur jetzigen Situation. So Siegfried Stocker von Media Plus: "Meiner Meinung nach ergeben sich aus einer solchen Datenbank nur Vorteile, weil die Anzeigenaufträge der Kunden schneller abgewickelt werden können." Diese hohe Servicequalität hatte mediaservice wasmuth beim Aufbau der Datenbank "Du.On" von Anfang an im Blick. "Wir machen uns immer erst Gedanken darüber, wie wir die Verlage bei Ihrem Ziel unterstützen können, den besten kundenfreundlichen Service zu bieten.", erklärt der Unternehmer Matthias Wasmuth die Vorgehensweise. Bei der Entwicklung der Datenbank hat mediaservice wasmuth zunächst eine Arbeitsgruppe gebildet, in der Experten aus Verlagen, Repro-Agenturen und Datenbankentwicklung ihre Erfahrungen eingebracht haben.
Mit "Du.On" von mediaservice wasmuth haben die Hersteller von Druckvorlagen ein erstklassiges Mittel in der Hand, ihre Produktionskosten zu senken, Information wird als Produktionsfaktor effizient eingesetzt. Ein Vorteil für die Verlage, die damit die Position der Printmedien im Wettbewerb weiter festigen können. (ca. 6150 Zeichen)
Weitere Informationen und Pressemitteilungen zu Du.On finden Sie unter: www.mediaservice-wasmuth.de und www.druckunterlagen-online.de.
|
 |
|
 |
 |
|
 |
 |
© kir |
|
|
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |